RFID Anwendungsbeispiel 1: Logistik
Wenn über den Nutzen von RFID-Systemen gesprochen wird, wird meist an erster Stelle die Logistik-Branche genannt. RFID-Systeme bieten diesen Unternehmen auch wirklich eine große Auswahl an Möglichkeiten, die den Transport beziehungsweise die Warenübergabe zwischen den Herstellern und den Empfängern erheblich vereinfachen würden.
Dazu muss der Hersteller eines Produkts diese Waren lediglich mit einem Transponder ausstatten. Hier ist
das Stichwort "Electronic Product Code", kurz EPC wichtig.
Hierbei handelt es sich um eine eindeutige Nummer, die an jede Ware vergeben wird und die das RFID-Etikett
beziehungsweise der Chip im Transponder enthält. Der EPC kann dann Auskunft über die Daten der Waren wie
Seriennummer, Produktionsdatum und ähnliche Informationen geben, die dann nur noch in einer Datenbank registriert
werden müssen.
Wenn dann die Waren und Produkte den Hersteller verlassen, wird dies von einem Lesegerät erfasst, so dass der
Hersteller genau weiß, wann welches seiner Produkte die Fabrikationshalle verlassen hat. Auf den Transportwägen
können sich dann die nächsten Lesegeräte befinden, die wiederum protokollieren, wann die Waren verladen wurden
und wann sie dann zum Beispiel beim nächsten Zwischenhändler angekommen sind. Diesem Zwischenhändler müssen
zuvor natürlich die EPCs mitgeteilt werden, denn dann kann dieser die Produkte mit seinem Lesegerät identifizieren.
Der Zwischenhändler kann dann die Waren und Produkte wiederum auf eine Reise schicken, wobei auch er nun immer
die Kontrolle über den Aufenthaltsort der Ware hat und wenn der Endhändler ebenfalls mit einem RFID-System
ausgestattet ist, dann können die ausgelieferten Produkte automatisch als "verkauft" in der Datenbank registriert werden.
Der große Nutzen, der sich aus solch einem System ergibt, ist die ständige Kontrolle, die sowohl Produzent,
Zwischenhändler als auch Endhändler besitzen, denn wenn die Angaben in der Datenbank zum Beispiel nicht mit
den von den Lesegeräten erfassten Daten übereinstimmen, ist klar, dass auf dem Transportweg Waren oder Produkte
verloren gegangen sind oder beschädigt wurden, oder, dass zu viele Waren verschickt wurden. Es muss dann nur
zurückverfolgt werden, wann das letzte korrekte Signal an ein Lesegerät übermittelt wurde und schon kann das
Produkt einfacher wieder gefunden werden beziehungsweise der Fehler kann behoben werden. Zudem werden solche
Dinge nicht spät sondern immer sehr früh bemerkt, so dass eine Fehlerbehebung schnell in die Wege geleitet werden kann.
Jeder Hersteller kann also genau den Weg seiner Ware verfolgen und damit auch über die entsprechenden Lieferzeiten
Aufschluss geben.
Wenn Speditionen und Händler längerfristig zusammenarbeiten, können durch ein RFID-System auch automatisch
Nachbestellungen übermittelt werden, wenn die letzten Produkte verkauft wurden.
Der Einsatz von RFID-Systemen in der Logistic würde also viele Vorteile bringen, wenn in der Lieferkette
alle Zwischenstationen über die nötige Technik und die Datenbanken verfügen würden. Zudem ließen sich
enorme Kosten sparen, da die Kontrolle der Waren vollautomatisch durch die Lesegeräte erfolgen würde.
Zeitraubende und personalverschlingende Maßnahmen, wie sie häufig der Fall sind, könnten in jedem Fall
vermieden werden. Auch der Verlust von Waren ließe sich auf ein Minimum reduzieren, da die Waren ständig
auf Vollständigkeit kontrolliert werden. Wenn eine Vernetzung besteht, könnten zudem fehlende Waren schnell
nachbestellt beziehungsweise nachgeschickt werden.
Anwendungsbeispiel 2: Verkauf