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RFID Anwendungsbeispiel Öffentlichkeit und Arbeitsleben

Anwendungsbeispiele für die RFID-Technik im öffentlichen Leben sind größtenteils noch Zukunftsmusik und hängen stark davon ab, wie sich die RFID-Systeme und vor allem deren Akzeptanz in der Öffentlichkeit in den nächsten Jahren entwickeln werden. Geht man aber davon aus, dass ein einheitliches System gefunden wird, könnten die RFID-Systeme auch in diesem Bereich revolutionierend wirken.




Wenn alle Produkte mit einem Transponder ausgestattet sind, dann können diese Produkte auch nach dem Verkauf noch beim Endkunden weiter verfolgt und auch in der Öffentlichkeit ausgelesen werden. So könnten Lesegeräte zum Beispiel Produkte in einer Einkaufstasche erfassen und dazu passende Werbung in ein Schaufenster einspielen. Hier spricht man von personalisierter Werbung. Auch kann damit zum Beispiel von der Müllabfuhr erkannt werden, ob der Müll richtig getrennt wurde, denn ein Müllbeutel wird von einem Lesegerät einfach gelesen und wenn sich falsche Dinge darin befinden, kann sie einfach stehen gelassen werden. So ist es natürlich auch möglich widerrechtlich abgeladenen Müll einem Verursacher zuzuordnen, denn es muss mit den Transpondern nur ermittelt werden, wo die Waren gekauft wurden. In der Datenbank des entsprechenden Ladens kann dann der Müllsünder entdeckt werden.

Auch für die Polizei könnten sich so neue Möglichkeiten eröffnen, denn wenn an einem Tatort oder bei einer Fahrerflucht irgendwelche Produkte oder Waren zurückgelassen wurden, können die Besitzer leicht identifiziert werden. Eine ganz andere Anwendungsmöglichkeit in der Öffentlichkeit, ist der Einsatz von RFID-Systemen für Veranstaltungen wie zum Beispiel Konzerte. Wer nicht das nötige Ticket mit Transponder besitzt, kommt dann gar nicht erst hinein. Ähnliches ist auch für die öffentlichen Verkehrsmittel denkbar, wenn auch diese Tickets mit Transponder ausgestattet werden. Neben dem öffentlichen Bereich sehen auch viele Arbeitgeber große Vorteile in den RFID-Systemen. Hier geht es meistens um die Firmensicherheit und um die Überwachung der Angestellten. Zur Firmensicherheit können Zutrittskontrollen, die mit RFID-Systemen gesteuert werden, zum Beispiel mit entsprechenden Ausweisen, ´die mit einem Transponder ausgestattet sind. Durchquert man ohne solch eine Zugangsberechtigung den Einzugsbereich eines Lesegerätes, könnte die Anlage zum Beispiel Alarm schlagen. Daneben könnten auf solchen Firmenausweisen natürlich noch weitere Informationen enthalten sein, die weniger für Besucher, sondern eher für die Überprüfung beziehungsweise Überwachung von Angestellten hilfreich sind. Man könnte mit den entsprechenden Lesegeräten zum Beispiel feststellen, wie viele Pausen ein Mitarbeiter macht, das heißt ein Lesegerät könnte erfassen wie oft er seinen Arbeitsplatz verlässt und wohin er geht. RFID-Systeme würden so als eine Art fortschrittliche Stempeluhren eingesetzt werden und das Arbeiten von Angestellten überwachen.

RFID Anwendungsbeispiel

RFID Anwendungsbeispiel ©iStockphoto/Davizro

Auch hier ist ähnlich wie bei RFID-Systemen in der Logistik und im Verkauf, die datenschutzrechtliche Lage noch nicht geklärt. Viele betrachten die Überwachung und Kontrolle von Angestellten als Zumutung, vor allem, wenn von solch einem System festgehalten wird, wie oft ein Angestellter zum Beispiel die Toilette benutzt. Hier stellt sich sogar die Frage ob nicht sogar Persönlichkeitsrechte verletzt werden. Wenn jedoch den Angestellten bekannt ist, dass solch eine Überprüfung stattfindet, und wenn sie dieser Überprüfung zustimmen, ist der Einsatz eines solchen Systems nicht mehr ganz so weit entfernt. Wenn ein Arbeitgeber aber heimlich solche Maßnahmen durchführt, zum Beispiel indem er Transponder in die Arbeitskleidung einnäht, was durchaus möglich wäre, dann macht er sich in jedem Fall strafbar.