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RFID Übertragungsfrequenzen

RFID-Systeme müssen als Funkanlagen betrachtet werden, denn sie erzeugen elektromagnetische Wellen und strahlen diese ab. Allerdings liegen diese Funkwellen unter Umständen in sehr unterschiedlichen Frequenzbereichen, so dass man nicht von einer bestimmten Frequenz für die RFID-Systeme sprechen kann. Grundsätzlich kann man bei den Übertragungsfrequenzen für RFID-Systeme grob zwischen einem niedrigen Frequenzbereich, einem mittleren Frequenzbereich und einem hohen Frequenzbereich unterscheiden. Die Auswahl des Frequenzbereiches ist nicht beliebig sondern hängt in hohem Maße von der gewünschten Anwendung ab, wobei die gewünschte Reichweite neben der Kostenfrage die größte Rolle spielt.




Bei niedrigen Frequenzen werden RDIF-Systeme am meisten genutzt, auch wenn sie dann nur eine geringe Reichweite besitzen und bei großen Datenmengen unter Umständen die Übertragungszeiten länger werden. Allerdings sind Niedrigfrequenz-Transponder sehr billig und eigenen sich daher für viele Bereiche, bei denen es auch nicht unbedingt auf eine große Reichweite ankommt. Außerdem sind Niedrigfrequenz-Transponder auch sehr gut in der Nähe von Metall verwendbar, was man von Transpondern, die im mittleren oder hohen Frequenzbereich senden nicht behaupten kann. Zudem sind diese Transponder sehr unempfindlich gegenüber Temperaturen und Luftfeuchtigkeit, was sie in der Industrie besonders beliebt macht.

RFID Chip

RFID Chip ©iStockphoto/pierrephoto

Vom mittleren Frequenzbereich spricht man bei etwa 10 – 15 MHz im Bereich der RFID-Systeme. Die Reichweite dieser Transponder ist etwas besser, als die der Niedrigfrequenz-Transponder. Das gleiche gilt für die Übertragungsgeschwindigkeit und den Preis dieser Geräte. In diesem mittleren Frequenzbereich liegt auch die besonders beliebte Frequenz 13,56 MHz. Hierbei handelt es sich um einen der meist genutzten Frequenzbereiche, denn hier ist eine schnelle Datenübertragungsrate möglich, die zudem Signalverschlüsselungen erlaubt, weil hohe Taktfrequenzen erreicht werden. Die so genannten Smart Label arbeiten zum Beispiel in diesem Bereich. Smart Label sind die extrem dünnen Transponder, die wie Etiketten überall aufgebracht werden können und deshalb in fast jedem Alltag irgendwann einmal auftauchen. Außerdem werden diese Smart Labels in immer höherem Maße die Barcodes ersetzen. Deshalb sollte man sich die Frequenz 13,56 Mhz merken, denn sie wird in Zukunft noch wichtiger werden. In hohen Frequenzen können die Reichweiten von RFID-Systemen nochmals gesteigert werden. Zudem haben hohe Frequenzen positive Auswirkungen auf die Lesegeschwindigkeit, was die Datenübertragung also noch schneller macht. Allerdings sind diese Systeme für einen massenhaften oder einmaligen Einsatz nicht geeignet, denn sie sind enorm teuer. Im Gegensatz zu Transpondern wie zum Beispiel dem Smart Label, das nach einmaligem Gebrauch weggeworfen werden kann, können solche Systeme nur an Objekten eingesetzt werden, die langlebiger sind.

Gute Einsatzmöglichkeiten sind daher Mautsysteme auf Autobahnen, wodurch Fahrzeuge, die mit einem Transponder ausgestattet sind nur noch durch das entsprechende Magnetfeld fahren müssen und schon werden die Daten vom Transponder gesendet. Daneben gibt es aber natürlich noch vielfältige andere Anwendungsmöglichkeiten. Allerdings liegt die mengenmäßige Masse der RFID-Systeme nicht in diesem, sondern im niedrigen und mittleren Frequenzbereich, da hier eine kostengünstigere Produktion möglich ist und es daher mehrere Verwendungsmöglichkeiten gibt, die sich lohnen.