RFID Technik

Die Technologie von RFID-Systemen ist grundsätzlich nicht ganz einfach zu verstehen, weil sowohl Transponder als auch Lesegerät mit komplizierten physikalischen Feldern funktionieren. Zudem gibt es sehr unterschiedliche Systeme, die das Erklären der RFID-Technologie zusätzlich erschweren.



Laienhaft gesprochen wird aber vom Lesegerät ein magnetisches beziehungsweise ein elektromagnetisches Feld erzeugt. Dieses Feld wird von der Antenne des Transponders empfangen und zum Microchip weitergeleitet. So werden sozusagen in dem Feld bestimmte Befehle an den Transponder übermittelt. In dieser Form werden dann zum Beispiel Waren- oder Seriennummern abgefragt. Der Transponder sendet seine Antwort dann in das magnetische oder elektromagnetische Feld. Wichtig ist zu wissen, dass der Transponder kein eigenes magnetisches Feld erzeugt, sondern lediglich durch kleine Veränderungen am elektronischen Feld des Lesegerätes tätig wird. Diese Veränderungen werden vom Lesegerät registriert und so als Antworten auf die Abfrage ausgewertet. Durch das Lesegerät können dann also die entsprechenden Antworten des Transponders als Daten ausgewertet werden. In der Praxis geschieht dieser Ablauf im Idealfall in Bruchteilen von Sekunden und kann über größere Entfernungen durchgeführt werden. In der Praxis wirken aber viele Störfaktoren auf ein RFID-System ein, so dass selten große Distanzen erreicht werden.

Solche Störfaktoren hängen meist mit den magnetischen Feldern zusammen, denn die Strahlung, die von diesen Feldern erzeugt wird und die für die Datenübertragung wichtig ist, kann von unterschiedlichen Materialien, wie zum Beispiel Wasser oder Metall verfälscht werden.

Soll ein Transponder also auf solchen Materialien angebracht werden oder befindet er sich in deren Nähe, wird es mit dem RFID-System oft schwierig.

Das gleiche gilt auch für bestimmte Materialien, die eine sehr hohe Dichte aufweisen, ein Beispiel wären Spagettis, denn auch dadurch kann es bei der Technik zu Störungen oder falschen Daten kommen, wenn die Transponder direkt auf diesen Materialien aufgebracht sind. Hier ist die Lösung jedoch relativ simpel. Der Transponder wird einfach etwas abstehend am Produkt angebracht, am besten in einem rechten Winkel. Durch den entstandenen Abstand zum Material werden Störungen und falsche Daten fast eliminiert.

Daneben spielen bei der Technologie von RFID-Systemen auch noch andere Dinge eine Rolle, wie zum Beispiel die Energieversorgung des Transponders beziehungsweise des Microchips. Diese erfolgt oft über das magnetische Feld durch das Lesegerät. Bei größeren Entfernungen nimmt die Stärke der Feldenergie aber kontinuierlich ab, so dass entweder ein sehr starkes Feld erzeugt werden muss oder man muss die Entfernung verringern, wobei gesagt werden muss, dass starke Felder das Lesen der Antworten des Transponders erschweren. Legt man aber trotzdem Wert auf eine größtmögliche Entfernung zwischen Lesegerät und Transponder, kann man auch dies mit den entsprechenden technischen Mitteln lösen.

Ein großes Problem der RFID-Technik ist im Moment noch die Vielzahl an unterschiedlichen Lesegeräten und Transpondern, die untereinander nur in den seltensten Fällen kompatibel sind. Außerdem unterscheiden sich sogar bereits regional die verwendeten Frequenzen, so dass ein Transponder nicht immer gelesen werden kann. Dies ist noch ein großer Nachteil des Systems, der auch viele Firmen von der Einrichtung solcher Systeme abschreckt, denn zunächst müssen hohe Kosten eingeplant werden, bevor reibungslos mit einem RFID-System gearbeitet werden kann.

Bauformen der Transponder