RFID Grenzen

Von den Befürwortern wird die RFID-Technologie als zukunftsweisend, innovativ und bedeutend beschrieben und diese Befürworter glauben auch, dass diese Systeme die Welt in den nächsten Jahren und Jahrzehnten revolutionieren werden.



Die Gegner der RFID-Systeme dagegen halten die Technik noch für unausgereift und zu störungsanfällig und vor allem Datenschützer prophezeien jetzt schon, dass sie bei einer flächendeckenden Einführung des RFID-Systems auf die Barrikaden gehen werden.

Obwohl die RFID-Technologie viele positive Eigenschaften besitzt und auch wirklich in den nächsten Jahren wohl immer wichtiger wird, kann man sagen, dass bei der Beschreibung der Leistungsfähigkeit der Technik oft noch übertrieben wird. Im Moment geraten RFID-Systeme oft noch schnell an ihre Grenzen.

Die größte Hürde, die die RFID-Systeme noch nehmen müssen ist ihre bisherige geringe Verbreitung. Ein reibungsloser Ablauf in der Logistik, dem Verkauf und anderen Bereichen, den sich viele Befürworter der RFID-Systeme erträumen, kann erst möglich werden, wenn einheitliche RFID-Systeme überall auf der Welt anzutreffen sind. Bis dahin sind sie nur in geschlossenen Systemen wie zum Beispiel innerhalb einer Firma sinnvoll einzusetzen.

Mit der geringen Verbreitung hängen im Moment auch noch die hohen Kosten zusammen, die durch RFID-Systeme entstehen. Selbst wenn man von den hohen Umrüstungskosten für einzelne Firmen absieht, bleiben immer noch die Kosten für die Transponder. Durch die hohen Kosten kommen für Konsumgüter sowieso nur die passiven Transponder in Frage, die in vielen Fällen nicht so leistungsfähig sind wie die aktiven Transponder. Neben diesen grundsätzlichen Problemen, auf die die RFID-Entwickler wenig Einfluss haben, gibt es aber auch noch Grenzen bei der Technologie selbst.

Ein großes Problem, das noch nicht gelöst werden kann, sind zum Beispiel Störsignale. Diese Störsignale können eine Datenübertragung unmöglich machen, so dass der viel gelobte reibungslose Ablauf zum Beispiel in einem Kaufhaus nicht mehr gewährleistet wäre. Es ist in diesem Bereich zum Beispiel auch noch nicht klar, wie verhindert werden kann, das absichtlich Störsignale ausgesendet werden, ob es also Mittel und Wege gibt die Frequenzen sicherer zu machen oder die Transponder abzuschirmen.

Ein anderes Problem ist die Auszeichnung bestimmter Produkte mit Transpondern: Denn wenn ein Produkt einen hohen Wasser- oder Metallanteil besitzt oder eine große Dichte, können die Daten oft nicht richtig ausgelesen werden, denn dann werden die elektromagnetischen Felder gestört.

Betrachtet man die Vorstellungen von RFID-Begeisterten genauer, wird auch schnell klar, dass in vielen Fällen, die die Leistungsfähigkeit von RFID-Systemen betreffen, übertrieben wird. Zum Beispiel ist die Leseentfernung zwischen Transponder und Lesegerät meist geringer als gehofft wird. Daher können Daten zum Beispiel nicht so einfach nur durch vorbeigehen an einer Kasse ausgelesen werden, wie sich das viele erhoffen. Wie sich die RFID-Systeme in den nächsten zwanzig Jahren wirklich entwickeln werden, kann im Moment niemand so genau sagen, da die Entwicklung von vielen verschiedenen Faktoren abhängt.

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