RFID Geschichte

Erst jetzt wird den Entwicklern von RFID-Systemen klar, welche Möglichkeiten diese Geräte und Technologien in den nächsten Jahren zur Verfügung stellen werden und auch die negativen Auswirkungen der RFID-Systeme werden erst jetzt langsam in Ansätzen erfasst. Dabei geht die Entwicklungsgeschichte der RFID-Systeme bis in die 40er Jahre des letzten Jahrhunderts zurück.



Wo man die Geschichte der RFID-Transponder und Lesegeräte beginnen lässt, hängt letztlich davon ab, was man als Vorläufer dieser Technologie gelten lässt.

Als ein wichtiger Vorläufer der RFID-Technologie können während des Zweiten Weltkrieges Tags oder Transponder in britischen Kampfflugzeugen genannt werden. Diese waren mit den Bodenstationen in Kontakt und sollten die Piloten bei der Freund-/ Feinderkennung unterstützen beziehungsweise diese Nachrichten an die Bodenstation übermitteln. Die eingesetzten Transponder hatten aber wenig mit den heute verwendeten gemein, die ja hauchdünn und sehr klein sein können. Vielmehr handelte es sich bei diesen Transpondern um koffergroße Geräte, die zudem sehr schwer waren.

In den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts wurden die ersten Vorläufer der RFID-Systeme im zivilen Bereich eingesetzt, nämlich als Warensicherungssysteme, die durch Prüfung einer Markierung Diebstahl verhindern sollten, indem sie feststellten, ob Artikel vorhanden waren oder fehlten.

In den 70er Jahren wurden RFID-Systeme in der Landwirtschaft zur Tierkennzeichnung eingesetzt, bevor dann in den 80er Jahren der Durchbruch des Systems kam und das erste Mal abgeschätzt werden konnte, was mit den RFID-Systemen eigentlich zu erreichen war. In den 80er Jahren trieben nämlich vor allem die Vereinigten Staaten und einige skandinavische Länder die Entwicklung der RFID-Systeme voran, weil diese im Straßenverkehr für Mautsysteme eingesetzt werden sollten. Da die RFID-Systeme in Mautsystemen sehr erfolgreich waren, wurde diese Entwicklung in den 90ern fortgesetzt und die Einsatzgebiete wurden erweitert. Hier sind Wegfahrsperren, Skipässe, Tankkarten und Zugangskontrollen zu nennen.

Bis Ende der 90er Jahre wurden in verschiedenen Ländern unterschiedliche Standards entwickelt, dann erkannte man aber, dass nur die Entwicklung eines globalen Standards letztlich alle Vorteile der RFID-Systeme ans Licht bringen würde und von 1999 bis 2003 wurde der "Electronic Product Code" (EPC) entwickelt, der jedem Produkt auf der Welt einen einzigartige Kennung geben soll und damit einen allgemeinen Standard schafft. In den vergangenen Jahren und im Moment wird heftig über die Zukunft der RFID-Systeme debattiert. Durch den EPC wurde ein gemeinsamer Standard geschaffen, aber wie mit Datenschutzproblemen umgegangen werden soll, wo die Grenzen der Systeme liegen oder liegen sollten ist bis heute nicht geklärt.

Die RFID steht also eigentlich global gesehen noch ganz am Anfang ihrer Entwicklung, so dass man gespannt sein darf, wie sich diese Entwicklung fortsetzen wird.

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