RFID Energieversorgung
Bei der Energieversorgung von Radio-Frequency-Identification-Systemen unterscheidet man zwischen aktiven und passiven Systemen beziehungsweise zwischen aktiven RFID-Transpondern und passiven RFID-Transpondern. Entscheidend ist nämlich die Energieversorgung des Transponders und nicht die des Lesegerätes. Das bedeutet nicht, dass das Lesegerät keine Energie verbraucht, aber während die Größe des Lesegerätes meist keine Rolle spielt, wird bei den Transpondern auf geringe Größe geachtet und solch eine geringe Größe kann erreicht werden, wenn der Transponder keine oder nur eine kleine eigenständige Energieversorgung besitzt. Dies senkt zudem den Preis, was vor allem bei großen Stückzahlen entscheidend ist.
Passive RFID-Transponder verfügen über keine eigene Energiequelle, und müssen daher die Energie, die sie zum
Senden ihrer Informationen und Daten benötigen aus den empfangenen Funkwellen des Lesegerätes ziehen. Die
Antenne des Tranponders dient dabei als Spule und kann so einen Kondensator aufladen. Die Funkwellen, die zur
Versorgung des Transponders vom Lesegerät gesendet werden, müssen kontinuierlich ausgestoßen werden, damit
eine Übertragung überhaupt möglich wird, was natürlich bedeutet, dass die Lesegeräte mehr Leistung für die
Transponder ausstoßen müssen.
Passive RFID-Transponder sind sehr viel leichter und auch billiger als aktive RFID-Transponder, allerdings
muss man bei diesen Transpondern Abstriche in der Reichweite machen, da für größere Reichweiten mehr Energie
zur Verfügung stehen muss. Wenn es aber gerade auf kleine und leichte Transponder ankommt oder wenn wegen
großen Stückzahlen die Preise niedrig gehalten werden müssen, sind passive Transponder absolut zu empfehlen.
Durch die niedrigen Preise entfallen auch Wartungsarbeiten an solchen Transpondern, denn wenn solch ein
Transponder kaputt geht, kann er ohne schlechtes Gewissen ausgetauscht werden.
Bei aktiven RFID-Transpondern handelt es sich um Transponder, die über eine eigene Batterie verfügen. Das
bedeutet aber nicht, dass die Transponder deshalb ständig ihre Informationen aussenden und nur darauf warten,
dass ein Lesegerät diese Daten empfängt. Ganz im Gegenteil: die Batterie versorgt zwar den Microchip mit
Energie, dies ist aber nur der Fall, wenn sich der Sender durch ein Signal aktiviert, ansonsten wartet der
Microchip im so genannten Stand-by-Modus, ohne die Energieversorgung durch die Batterie zu belasten. Mit der
Batterieenergie werden zwar nicht die Rücksignale an das Lesegerät hergestellt, allerdings benötigt man
durch eine Batterieversorgung des Transponders eine geringere Feldenergie beziehungsweise kann mit der Feldenergie
eine größere Reichweite erzielen.
Aktive RFID-Transponder haben also meist höhere Reichweiten als passive, allerdings sind sie auch erheblich
teurer und haben einen größeren Umfang. Daher machen aktive RFID-Transponder nur da Sinn, wo sie an langlebigen
Objekten installiert werden können, die über einen längeren Zeitraum identifiziert werden müssen und bei denen
es zusätzlich keine Rolle spielt, wenn die Transponder einen größeren Umfang haben. Ein Beispiel wären hier
RFID-Transponder an Fahrzeugen, die so durch ein Mautsystem erfasst werden können. Solche Mautsysteme gibt es
in den Vereinigten Staaten und in bestimmten skandinavischen Ländern schon seit einiger Zeit und dort werden
das RFID-System und die Transponder erfolgreich eingesetzt.
Da aktive RFID-Transponder immer wiederbeschreibbar sind, können mit aktiven RFID-Transpondern auch Container
ausgestattet werden, die so immer neue Informationen tragen können.
Datenübertragungsverfahren